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Was hat Sie bewogen, gerade Ihren Beruf zu ergreifen? Nach 15 Jahren praktischer Erfahrung als Sozialarbeiterin an der Basis habe ich den Schritt in eine Führungsrolle gewagt – ohne dabei das Herzstück meiner Arbeit aufzugeben: den direkten, beratenden Kontakt mit Menschen. Aus diesem Spannungsfeld zwischen Leitung und Begleitung ist meine heutige Tätigkeit als Supervisorin, Coach sowie Lebens- und Sozialberaterin gewachsen. |
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Welche besonderen Fähigkeiten sind Ihrer Meinung nach in Ihrem Beruf gefordert? Neugier und Lernbereitschaft. Ich bin überzeugt, dass gute Beratung nur gelingt, wenn man selbst in Bewegung bleibt – offen für neue Perspektiven, bereit, das eigene Denken und Handeln immer wieder zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Präsenz im Kontakt. Im Gespräch bin ich vollständig da – aufmerksam, zugewandt und ohne Ablenkung. Diese Qualität des echten Zuhörens schafft den Raum, in dem Veränderung entstehen kann. Verantwortung für den Prozess. Ich verstehe es als meine Aufgabe, den gemeinsamen Rahmen bewusst zu gestalten – eine tragfähige Beziehung aufzubauen, den Prozess zu strukturieren und gleichzeitig flexibel auf das zu reagieren, was der Moment braucht. |
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Weshalb haben Sie sich gerade für Ihre Arbeitsschwerpunkte entschieden?
Meine Arbeitsschwerpunkte sind gewachsen – aus Jahren praktischer Berufserfahrung, aus den Ausbildungen, die ich absolviert habe, und aus den Kompetenzen, die ich dabei entwickeln durfte. Doch genauso prägend sind mein persönlicher Lebensweg und eine jahrzehntelange Selbsterfahrung, die meine Arbeit bis heute bereichern und vertiefen. |

