Lebensberater*innenPeer-Hochstöger Monika




Interview von Monika Peer-Hochstöger

F: Was hat Sie bewogen, gerade Ihren Beruf zu ergreifen?

Die Freude mit Menschen zu arbeiten und sie in ihren Entwicklungsprozess begleiten zu dürfen. Vor 25 Jahren wollte ich noch die Welt verändern; jetzt freue ich mich, wenn ich durch meine Beratung und Begleitung die Sichtweise eines Menschen verändern kann, damit dieser wieder ein erfülltes und zufriedenes Leben führen kann.

F: Welche besonderen Fähigkeiten sind Ihrer Meinung nach in Ihrem Beruf gefordert?

Den Menschen wertfrei zu begegnen und sie in seiner Unterschiedlichkeit anzunehmen. Dem Klienten Halt zu geben, wenn er sich selbst gerade nicht aushält in seinem Leben. Ihm einen Raum geben, wo Platz ist für seine Gefühle und es auszuhalten, wenn er seine Sorgen und Ängste ausspricht. Es ist nicht immer nett und schön anzuhören, was vom Klienten kommt, aber es ist das, was ihn bewegt, es ist menschlich. Fühlt sich der Klient angehört und angesehen, kann er sich entwickeln.

F: Weshalb haben Sie sich gerade für Ihre Arbeitsschwerpunkte entschieden?

Die Arbeit mit Angehörigen von erkrankten Menschen liegt mir sehr am Herzen; sie leiden mit den Kranken mit und vergessen in der Fürsorge für den Kranken oft sich selbst. Angehörigen fehlt meist ein neutraler Gesprächspartner, der frei ist von guten Ratschlägen oder Schuldzuweisungen. Reden hilft und schafft Entlastung. Ich möchte ihnen einen Raum geben, wo Platz ist für ihre Gefühle, Ängste und Sorgen. Das Aussprechen zu dürfen, was belastet, ist eine enorme Erleichterung.

Stress ist leider ein treuer Begleiter unserer Zeit. Leider macht er uns auf Dauer krank. Auf der Suche nach der perfekten Entspannung stressen sich viele Menschen leider zusätzlich. Es gilt einen gesunden Umgang mit Stress zu finden und für einen stetigen Ausgleich von Anspannung und Entspannung zu sorgen.

Sinnfragen werden meist durch Krisen oder ungewollte Veränderungen im Leben ausgelöst. „Wozu soll das gut sein?“ – „Was hat das alles eigentlich noch für einen Sinn?“ Diese Fragen sind zutiefst menschlicher Natur und ein Abbild der gefühlten inneren Leere. Vor allem in lebensverändernden Situationen fehlt uns der logische Zusammenhang. Wir wollen unser Leid, das wir gerade erleben, verstehen. In der Sinnfindung wird das persönliche JA zum Leben gefunden. Ein sinnerfülltes und eigenverantwortliches Leben in Freiheit soll wieder möglich sein.

Es sind drei Schwerpunkte, die mich im Laufe meines Lebens selbst geprägt und verändert haben und auf die ich durch die Existenzanalyse für mich eine wunderbare Antwort gefunden habe.


F: Was erachten Sie als Ihren bisher größten beruflichen Erfolg?

Menschen wieder zum Lächeln zu bringen, sie aus ihrer Negativspirale zu holen. Es sind die Kleinigkeiten, die ich als Erfolg sehe. Und die Dankbarkeit in den Augen der Klienten!

F: Arbeiten Sie auch mit Berufskolleg*innen oder mit Expert*innen aus anderen Berufsgruppen zusammen?

Ich bin sehr gut vernetzt und arbeite mit anderen Professionisten aus dem ärztlichen, (psycho)therapeutischen und sozialen Bereich zusammen.

F: Bieten Sie auch selbst Veranstaltungen an (Seminare, Workshops, Gruppen, Vorträge usw.)?

Ich biete Gesprächsrunden zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten an. Ich arbeite dabei mit Kleingruppen.

F: Welches Ziel wollen Sie in Ihrem Beruf noch erreichen?

Ich möchte mental und körperlich gesund meinen Beruf bis zur letzten Stunde (vor meiner Pensionierung) genießen und ausüben können.

F: Arbeiten Sie mit Expert*innen aus anderen Berufsgruppen zusammen (Ärzt*innen, Therapeut*innen, Berater*innen, Beratungsstellen)?

Ich stehe in ständigen Austausch mit ProfessionistInnen aus anderen Berufsgruppen und stelle bei Bedarf gerne einen Kontakt her.

F: Was bedeutet für Sie Glück?

Glück ist eine Momentaufnahme (ich vermute, das empfinden viele Menschen so). Glück bedeutet für mich, die winzigen Kleinigkeiten des Alltags zu erkennen und sich daran zu erfreuen. Wenn man achtsam lebt, dann sieht, fühlt und hört man mehr. Ohne Sorgen einzuschlafen!

F: Wenn Sie die berühmte "Gute Fee" nach drei Wünschen fragen würde, welche würden Sie äußern?

Ich wünsche mir mit meinen Lieben gesund und zufrieden alt zu werden. Ich würde manchmal gern meine Katzen in all ihren Bewegungen und Lauten verstehen können.
Für die Welt wünsche ich mir einem Zugang zur Bildung für alle Menschen!


F: Welche drei Gegenstände würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Das Schiff, das mich wieder zurück bringt - und das möglichst bald!

F: Was ist Ihr Lebensmotto?

ja zu mir
(www.ja-zu-mir.at)
Sag' ja zu dir selbst, vertraue auf dein Können und deinem Gefühl, liebe dich und traue dich, du selbst zu sein. Du lebst dein ganzes Leben mit dir, bitte schau' dass du es immer gut mit dir hast.


F: Welche wichtige Frage haben Sie in diesem Interview vermisst?

Was würden Sie Ihrem 20-jährigen ICH heute sagen?

F: ... und wie würden Sie darauf antworten?

Lass' dir Zeit für alles und mit allem!






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