"Fettleibigkeit könnte nicht nur das Resultat von falscher Ernährung und wenig Bewegung sein, sondern eine Folge der Lebensumstände in der modernen Welt. Das schließen amerikanische Wissenschaftler aus der Analyse mehrerer Studien, die davon berichten, dass nicht nur der Mensch, sondern auch Labor- und Haustiere immer rundere Formen annehmen. Die Forscher vermuten, dass die Industriegesellschaft in diesem Zusammenhang ihre Spuren hinterlässt: Sie verändert Lichtverhältnisse und Klimabedingungen, auch Viren und Stress könnten das Übergewicht verursachen - sowohl bei Mensch als auch Tier, schreiben die Forscher um David Allison von der University of Alabama in Birmingham.
Die Menschen werden immer dicker: Obwohl bereits seit über 100 Jahren ein Trend zu mehr Körperfülle zu verzeichnen ist, hat die Fettleibigkeit vor allem in den letzten Jahrzehnten drastisch zugenommen. Schuld daran sei eine ungesunde Ernährungsweise und mangelnde Bewegung, heißt es oft. Doch Allison und seine Kollegen vermuteten, dass dahinter mehr steckt. Die Forscher wurden erstmalig stutzig, als sie auf eine Studie stießen, in der berichtet wurde, dass eine Gruppe von Seidenäffchen in einer Forschungseinrichtung über die Jahre deutlich dicker geworden ist - ohne erkennbaren Grund. Das Forscherteam folgte der Spur und suchte nach weiteren Studien, die Anhaltspunkte darüber gaben, ob Tiere, die in unmittelbarer Nähe des Menschen leben, auch zunehmend von Übergewicht betroffen sind [...]
David Allison (University of Alabama in Birmingham) et al.: Proceedings of the Royal Society B, doi: 10.1098/rspb.2010.1890
dapd/wissenschaft.de – Peggy Freede
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http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/312404.htmlQuelle: wissenschaft.de Newsletter vom 24.11.2010
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