LebensberaterInnenFelgitsch Sabine



Interview von Sabine Felgitsch

F: Was hat Sie bewogen, gerade Ihren Beruf zu ergreifen?

Ich liebe es, mit Menschen zu arbeiten, gemeinsam mit ihnen Neues zu lernen und zu erfahren. Alles, was uns im Leben widerfährt, hilft uns, weiterzukommen und über uns selbst hinauszuwachsen. Krisen sind somit Chancen, und Lernen ist ein lebenslanger Prozess.

F: Welche besonderen Fähigkeiten sind Ihrer Meinung nach in Ihrem Beruf gefordert?

Die Fähigkeit, sich gut einfühlen und eine gleichwertige, nicht gleichmachende Beziehung einzugehen. Die Fähigkeit, die Führung zu übernehmen, und den Klienten, den Schüler zu begleiten - mit dem Hinblick darauf, sich selbst überflüssig zu machen, um keine Abhängigkeiten entstehen zu lassen (i. Sinne von Montessori: Hilf mir, es selbst zu tun!). Und nicht zuletzt, ein gut erlerntes Handwerkszeug und die Bereitschaft zum eigenen lebenslangen Lernen und zur Weiterentwicklung (Supervision).

F: Weshalb haben Sie sich gerade für Ihre Arbeitsschwerpunkte entschieden?

Ich kann nur das gut weitergeben und unterrichten, was ich selbst durchgegangen bin und erlebt habe - so bin ich authentisch - und aufgrund meiner eigenen Biographie haben sich folgende Arbeitsschwerpunkte ergeben: Partnerschaft, Familie, Lernen, Schule & Erziehung, Patchwork, Hochbegabung & Hochsensibilität

F: Was erachten Sie als Ihren bisher größten beruflichen Erfolg?

Meine Referentinnen und Supervisorinnentätigkeit im Rahmen der Ausbildung zur Tagesmutter/zum Tagesvater/KinderbetreuerIn - diese Arbeit mit Menschen, die mit Kindern arbeiten werden, liebe ich einfach!

F: Wodurch glauben Sie, könnten die Menschen vermehrt für Ihre Dienstleistungen interessiert werden?

Durch meine Authentizität und meinen Arbeitsansatz: die individuapsychologisch-daseinsanalytische Beratung und Pädagogik ist in Österreich kaum vertreten. Ich habe meine Ausbildung in Schliengen bei Dr. Hans Josef Tymister an der Akademie für Beratung & Philosophie absolviert und bin begeistert über die Erfolge meiner Klienten in der Beratung - es ist ein überaus hilfreicher, lebenspraktischer Ansatz mit einer jahrzehntelangen Tradition.

F: Arbeiten Sie auch mit BerufskollegInnen oder mit ProfessionistInnen aus anderen Berufsgruppen zusammen?

Ja, zum Teil, wenn es notwendig ist - ich verfüge über einen großes Netzwerk und habe gute Kontakte und Kooperationspartner, unter anderem auch mit der Akademie für Beratung & Philosophie in Schliengen und in Schwäbisch Gmünd, sowie als Mitglied im VIBD (Verband individualpsychologischer Berater).

F: Bieten Sie auch selbst Veranstaltungen an (Seminare, Workshops, Gruppen, Vorträge usw.)?

Ja, ich biete gemeinsam mit meinem Mann Hannes Felgitsch Veranstaltungen, Vorträge, Seminare und Workshops zum Thema Individualpsychologische Pädagogik, Beratung, Montessori Pädagogik, Bildung & Lernen, sowie Kreativworkshops (Psychodrama, Träume, Märchen & Sagen, Schreiben) an.

F: Welches Ziel wollen Sie in Ihrem Beruf noch erreichen?

Ich denke, es wird sich entwickeln...und zeigen, was ich selbst noch zu lernen und erfahren habe.

F: Arbeiten Sie mit ProfessionistInnen aus anderen Berufsgruppen zusammen (ÄrztInnen, TherapeutInnen, BeraterInnen, Beratungsstellen)?

Ich tausche mich mit anderen Professionistinnen aus anderen, verwandten Berufsgruppen im Rahmen von Fortbildungen und Supervisionen regelmäßig aus.

F: Was bedeutet für Sie Glück?

Einfache Dinge im Leben: in ein warmes Daunenbett kuscheln, mit meinem Mann und mit meinen Kindern am Sonntag Morgen ausgiebig zu frühstücken und zu tratschen; singen, wandern, eine gute Tasse Häferlkaffee, mit Freundinnen einen Abend zu verbringen und ein gutes Glas Wein zu trinken, ein Hotelzimmer mit Blick aufs Meer, ein Besuch in meiner Lieblingsbuchhandlung, die Erfahrung von Gegenwärtigkeit, die neugierigen und strahlenden Augen von Schülern und Teilnehmer/innen...Glück sind immer 'nur' Glücksmomente.

F: Wenn Sie die berühmte "Gute Fee" nach drei Wünschen fragen würde, welche würden Sie äußern?

Ich wünsche mir einen alten Bauernhof, den ich selbst mit fachlicher Unterstützung renovieren kann - also auch ausreichend finanzielle Mittel dazu. Und mein Sohn wünscht sich ein Minischwein - diesen Wunsch würde ich ihm gerne erfüllen, aber dazu braucht es einen geeigneten Platz!

F: Welche drei Gegenstände würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Ein dickes, leeres Notizbuch, einen Bleistift, eine warme Decke.

F: Was ist Ihr Lebensmotto?

Ich liebe das Stufengedicht von Hermann Hesse - das ist mein 'Lebensmotto', denn Leben ist beständige Veränderung und Wandel:

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!


F: Welche wichtige Frage haben Sie in diesem Interview vermisst?

Jetzt im Moment vermisse ich keine Frage. Vielleicht morgen?

F: ... und wie würden Sie darauf antworten?

Alles verändert sich - panta rhei!






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