News > Beim Flirten ist weniger mehr

am 29.12.2010
"Beim ersten Date nicht zu viel Begeisterung zeigen: Unsicherheit über die Gefühle des Gegenübers erhöht dessen Attraktivität.

Das richtige Maß an emotionaler Distanz macht attraktiv: Wer nicht sicher ist, ob er vom Gegenüber gemocht wird, fühlt sich stärker von ihm angezogen. Das hat ein US-amerikanisches Forscherteam in einer Studie mit Studentinnen herausgefunden. Der Grund für das widersprüchliche Verhalten: Die Unsicherheit führt dazu, dass man ständig an den anderen denken muss, erklären die Forscher. Für eine erfolgreiche erste Verabredung gelte demnach: Wer dem anderen die eigenen Gefühle nicht gleich offen zeigt, erhöht seine Chancen auf ein zweites Date, berichten die Wissenschaftler um Erin Whitchurch von der University of Virginia in Charlottesville.

Sympathie steckt an: Menschen fühlen sich von anderen besonders stark angezogen, wenn sie wissen, dass diese sie mögen. Dieses Phänomen hatten frühere Studien bereits bestätigt. Nicht untersucht wurde bislang jedoch, wie groß das Interesse für einen anderen ist, wenn man nicht weiß, ob die eigene Zuneigung auf Gegenliebe stößt. Eben jener Frage gingen die Forscher um Whitchurch in ihrer Studie nach. Zu diesem Zweck teilten die Psychologen zunächst jeder der insgesamt 47 Teilnehmerinnen mit, dass mehrere männliche Studenten von unterschiedlichen Universitäten bei einer Internet-Community das Profil von rund 20 Frauen besucht hätten, darunter auch das der jeweiligen Studentin. Die Männer hätten den Forschern darüber Auskunft gegeben, welche der Frauen sie besonders anziehend fanden.

Nach dieser Ankündigung zeigten die Wissenschaftler allen Studienteilnehmerinnen die eigens erstellten Online-Profile von vier der Studenten. Während dabei die Forscher einem Teil der Studentinnen erklärten, diesen vier Männern habe ihr Profil besonders gut gefallen, sagten sie anderen Probandinnen, sie seien von diesen Studenten nur als durchschnittlich attraktiv empfunden worden. Eine dritte Gruppe von Frauen ließen die Forscher im ungewissen: Sie verrieten ihnen nicht, ob die Männer sie anziehend fanden oder nicht. Anschließend sollten die Studentinnen entscheiden, ob sie sich mit den jeweiligen Studenten für ein romantisches Treffen verabreden würden. Außerdem sollten die Teilnehmerinnen einschätzen, wie intensiv sie an die jeweiligen Männer in den letzten 15 Minuten gedacht hatten [...]"

Erin Whitchurch (University of Virginia, Charlottesville) et al.: Psychological Science, Onlinevorabveröffentlichung, doi: 10.1177/0956797610393745

dapd/wissenschaft.de – Peggy Freede

Den gesamten Artikel finden Sie unter dem nachfolgenden Link:

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/312621.html
Quelle: wissenschaft.de Newsletter vom 29.12.2010


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