"Lebenskrisen, traumatische Erlebnisse oder psychische Störungen: Der Wunsch nach dem Tod kann viele Ursachen haben. Jahr für Jahr sehen Tausende Menschen in der Selbsttötung den letzten Ausweg, Hilfsangebote kommen oft zu spät. Nach einem misslungenen Suizidversuch ist eine umso intensivere Betreuung notwendig, denn rund zehn Prozent der Betroffenen versuchen in den Folgejahren erneut, sich umzubringen. Bei dieser Nachsorge könnte Psychologen nun eine neue Studie aus Schweden helfen: Dort fanden Wissenschaftler heraus, dass die Wahl der Tötungsmethode beim ersten Versuch Rückschlüsse auf das Risiko eines weiteren, dann erfolgreichen Suizidversuchs zulässt. Besonders gefährdet sind demnach Betroffene, die sich beim ersten Selbstmordversuch für als „gewalttätig“ oder „hart“ bezeichnete Methoden wie Erhängen entschieden hatten. Wenn diese Menschen eine besonders intensive Betreuung bekämen, ließen sich möglicherweise zahlreiche Selbstmorde verhindern, hoffen die Forscher um Bo Runeson vom Karolinska-Institut in Stockholm. [...]"
Bo Runeson (Karolinska-Institut, Stockholm) et al.: British Medical Journal, Onlineveröffentlichung, doi:10.1136/bmj.c3222
ddp/wissenschaft.de – Mascha Schacht
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www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/311539.html Quelle: wissenschaft.de Newsletter vom 14.07.2010 |